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14.01.2013
ÖKF-Buchklub „Haus der Kindheit“ von Anna Mitgutsch
In der Bibliothek des Österreichischen Kulturforums (ÖKF), dem Raum C 102 der Andrassy Universität Budapest (AUB), finden regelmäßig Buchbesprechungen statt.
In dem großen Saal, der bis zu den hohen Decken mit Büchern gefüllt ist, herrscht von Natur aus echte Lese- und Bildungsatmosphäre. An diesem 11. Januar 2013 wurde auch durch den Kontrast von Kälte draußen und der Wärme drinnen die Gemütlichkeit gesteigert.
Sorgende Lesefreunde hatten dafür Kuchen, Kaffee und auch Wein mitgenommen. Die richtige Umgebung für eine gelungene Buchbesprechung war also gegeben, gerade weil auch ein Buch vorlag, das in seinen Einzelheiten die Besprechenden mitriss.
Es handelte sich um den Roman/Autobiographie „Haus der Kindheit“ von Anna Mitgutsch. Die österreichische Autorin, Jahrgang 1948, schrieb ein Buch über alte und neue Heimat und über die Identität des Menschen. Auch Teilnehmer, die das Buch nicht gelesen hatten wurde der Handlungsstrang durch eine kurze Zusammenfassung näher gebracht.
Der Protagonist Max ist ein Kind von jüdisch-österreichischen Auswanderern der 20er Jahre, die es in die Vereinigten Staaten zog. Er lebt in New York, womit auch ein starker Kontrast zu dem später eher kleinstädtischen Leben von ihm beschrieben wird. In der Großstadt wächst in ihm mit dem Erwachsenwerden eine Sehnsucht nach Europa, Österreich und einem Haus. Dieses Haus liegt in Österreich, ist aber durch ein Schwarzweißbild bei Maxens Mutter immer präsent und die Sehnsucht nach dem Elternhaus geht auch auf Max über. Er bemüht sich später um die Rückgabe des enteigneten, titelgebenden Hauses und wird Teil der jüdischen Gemeinde in der österreichischen Kleinstadt.
Der Erfolg des Buches, das sogar Teil des österreichischen Schulcurriculums ist, und der Autorin gab der Runde ebenso Grund zur Diskussion, wie auch die Frage, wie gut eine Frau über die Gefühlswelt eines Mannes schreiben kann. Bei der Besprechung wurden politische Themen, Vergleiche mit anderen Autoren und auch kleinere psychologische Analysen der Protagonisten nicht ausgelassen. Zum Schluss der Analyse und des Meinungsaustausches wurde gemeinsam beschlossen, welches Buch als Nächstes gelesen wird.
Reimond Hoffmann |
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