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19.11.2014

Ringvorlesung Praxis Diplomatie - "Die Außenpolitik Rumäniens in der EU"

Der rumänische Botschafter in Ungarn H.E. Alexandru Victor Micula erläuterte im Rahmen der Ringvorlesung "Praxis Diplomatie" der Fakultät für Internationale Beziehungen am 19. November die außenpolitischen Positionen Rumäniens als Mitglied der EU und der NATO.
 
Botschafter Alexandru Victor Micula
 
Botschafter Micula, der seit 2011 Rumänien in Ungarn repräsentiert, betonte, dass die Mitgliedschaft in diesen Institutionen für Rumänien nicht nur aus geopolitischen Gründen wichtig sei, sondern auch Teil der eigenen Identität ausmache. Nach über vierzig Jahren Kommunismus befände sich das Land noch immer im Prozess der Identitätsfindung. Dazu gehöre auch die Stellung innerhalb der EU und der NATO. Der Beitritt zu diesen bringe dabei nicht nur Rechte mit sich, sondern auch Pflichten: So unterstützten derzeit z. B. rumänische Soldaten die NATO-Mission in Afghanistan.
 
Der Botschafter betonte in diesem Zusammenhang auch den Nutzen der Förderung des Landes durch die EU, da Rumänien gerne als "Problemstaat der EU" dargestellt werde. Rumänien steuere selbst einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der EU bei: Als Beispiel nannte Botschafter Micula rumänische Arbeiter, welche in anderen EU Staaten zum Erfolg verschiedener Wirtschaftssektoren beiträgen.
 
Ebenfalls bezog der Botschafter zu der ins Stocken geratenen europäischen Integration Stellung. Wolle man eine Katastrophe verhindern, so dürfe es kein "Zurück in der Geschichte" geben. Aus dem Vortrag wurde Rumäniens Wunsch deutlich, dem kulturell nahestehenden Nachbarstaat Moldawien möglichst schnell den EU-Beitritt zu ermöglichen. Der Ukraine und Georgien, die zuletzt zum Spielball der USA und Russlands geworden seien, müsse es als souveräne Staaten ebenfalls ermöglicht werden, ihre Entscheidungen bezüglich eines Beitritts in die EU ohne russischen Einfluss zu fällen. Auch für den Beitritt westbalkanischer Staaten zeige sich Rumänien offen. Durch die Mitgliedschaft könne die Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in der Region gestärkt werden. 
 
Der Botschafter verglich die Situation Rumäniens mit einem halbvollen anstatt einem halbleeren Glas. Es gebe noch sehr viel Verbesserungsbedarf, aber man dürfe nicht vergessen, dass Rumänien ein solidarischer Partner der EU und NATO sei. 
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