|
|
||
|
13.10.2012
Die Herausforderungen für Politiker und Bürger in der politischen Kultur der Demokratie - Internationale Tagung an der AUBVom 10. bis 12. Oktober 2012 fand unter dem Titel „Politische Kultur in der Demokratie – Herausforderungen für Politiker und Bürger“ eine vom Donau-Institut für Interdisziplinäre Forschung, der Fakultät für Vergleichende Staats- und Rechtswissenschaften und der Fakultät für Internationale Beziehungen der Andrássy Universität Budapest (AUB) organisierte internationale Tagung statt.
Die Konferenz unter Leitung der AUB-ProfessorInnen Prof. Dr. Ellen Bos, PD Dr. Hendrik Hansen und Dr. Zoltán Tibor Pállinger fokussierte sich auf die „weichen“ Faktoren der politischen Kultur, wie etwa Werte und Demokratieverständnis, und griff diesbezügliche aktuelle Problemlagen aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Finanziell Unterstützt wurde die Veranstaltung vom DAAD und dem Deutschen Auswärtigen Amt. Das umfangreiche Programm der Tagung gliederte sich in zwei Teile zu jeweils vier Paneln und einer Podiumsdiskussion.
Mehr als zwanzig Jahre nach dem Ende des Kommunismus hat die Demokratie sich im Vergleich zu anderen politischen Systemen als alternativlos erwiesen, und doch scheint sie gerade im Moment ihres Sieges in eine Krise zu geraten. Neben länderspezifischen Symptomen dieser Krise, wie z. B. dem starken Antagonismus zwischen den politischen Parteien in Ungarn, gibt es eine Reihe von länderübergreifenden Symptomen, die darauf hinweisen, dass es grundsätzliche Probleme in der Entwicklung der europäischen Demokratien gibt, die je nach Land unterschiedliche Ausprägungen haben. Hierzu zählen unter anderem sinkende Wahlbeteiligungen und ein sinkendes Vertrauen in politische Institutionen.
In der Politikwissenschaft ist die Diskussion dieser Probleme von einer einseitigen Ausrichtung auf institutionelle Faktoren gekennzeichnet; zudem werden die Probleme in westlichen und in mitteleuropäischen Demokratien überwiegend getrennt diskutiert. Im Rahmen der Tagung sollen die sogenannten „weichen“ Faktoren der politischen Kultur – das Werte- und Demokratieverständnis und die politischen Mentalitäten – in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung gestellt werden. Am Beispiel mitteleuropäischer Demokratien – mit dem Schwerpunkt auf Ungarn – soll untersucht werden, welche Voraussetzungen für eine funktionierende Demokratie auf der Ebene der politischen Kultur erfüllt sein müssen.
Im Rahmen der internationalen Tagung wurden in einem ersten Teil allgemeine Probleme in europäischen Demokratien, im zweiten Teil spezifische Schwierigkeiten in ehemals sozialistischen Staaten thematisiert. Dabei wurden die transformationsbedingten Probleme von denen getrennt, die auch in westlichen Demokratien auftreten.
Die Podiumsdiskussionen befassten sich mit den Errungenschaften und Schwierigkeiten Ungarns bei der Einführung der parlamentarischen Demokratie sowie mit der Bedeutung der Auseinandersetzung mit der kommunistischen Vergangenheit für die Entwicklung der Demokratie in Ungarn.
Vor der Tagung fand am Mittwochvormittag ein internationaler Workshop von Nachwuchswissenschaftlern zum Thema der Tagung statt.
Die Konferenz wurde vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, vom DAAD und vom Projekt TÁMOP-4.2.2/B-10/1-2010-0015 unterstützt.
Finden Sie hier folgende Berichte zur Tagung:
|
Veranstaltungskalender
Nachrichten
Elhunyt Hazai György
11.01.2016
Trauer um György Hazai
11.01.2016
Feierliche Übergabe der
KAS-Stipendien
17.12.2015 |
|
| Andrássy Universität Budapest | Pollack Mihály tér 3. | H-1088 Budapest | +36 1 266 3101 | uni@andrassyuni.hu | old.andrassyuni.eu | ||
|
||