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Zum Gedenken des 100. Jahrestags des Beginns des I. Weltkrieges

Der 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges ist für die Andrássy Universität Budapest (AUB) der Anlass, eine Reihe von internationalen Veranstaltungen zum Gedenken an dieses die Geschichte des 20. Jahrhunderts prägende Ereignis zu organisieren. Auch in der Lehre und der Forschung wird die AUB im Jahr 2014 thematische Akzente setzen.
 
Die Veranstaltungen werden einen Rahmen für einen Dialog zwischen Experten aus den betroffenen Ländern, insbesondere zwischen ungarischen und deutschsprachigen Experten zur Verfügung stellen. Als neutrale internationale Plattform ist die AUB für wissenschaftliche Diskurse auch über strittige Themen ein idealer Ort. Entsprechend dem Selbstverständnis der AUB werden alle Veranstaltungen interdisziplinär angelegt sein.
 
Im Mittelpunkt des Gedenkjahres sollen drei große internationale Konferenzen stehen, die im Juni, Oktober und November 2014 stattfinden:
  • Konferenz 1: Sacro Egoismo – Vom Ende des Dreibunds zum Süd-Tirolkonflikt
  • Konferenz 2: Der Traum von Frieden – Utopie oder Realität?
  • Konferenz 3: Der Erste Weltkrieg als Katalysator politischen und juristischen Denkens
  • Konferenz 4: Kriegserinnerung zwischen Vergangenheitsbewältigung und Zukunftsgestaltung
  • Konferenz 5: Von Desintegration zu Integration? Österreich und Ungarn von der Monarchie zur Europäischen Union 1914 – 2014

PROJEKTTEAM
Prof. Dr. Ellen Bos, Dr. Henriett Kovács
Prof. Dr. Michael Anderheiden
Prof. Dr. Hendrik Hansen
Prof. Dr. András Masát
Dr. Dr. Dietrich Pohl
Dr. Christine Griessler
Dr. Richard Lein
 

V E R A N S T A L T U N G E N


 
K o n f e r e n z
SACRO EGOISMO – VOM ENDE DES DREIBUNDS ZUM SÜD-TIROLKONFLIKT
ZEITPUNKT 01.04. 2014
ORT Andrássy Universität Budapest
VERANSTALTER
Melani Barlai (netPOL)
Wolfram Dornik (BIK)
Christina Griessler (netPOL)
Richard Lein (MES)
Orsolya Lénárt (MES)

Mehr Informationen zur Konferenz sowie das Programm finden Sie bitte hier.


THEMATISCHE VORTRÄGE DER FAKULTÄT FÜR MITTELEUROPÄISCHE STUDIEN

  • 09.04.2014: Vortrag Gerald Lamprecht „Die jüdischen Soldaten der k.u.k. Armee“ (Vortragsreihe „Österreich-Ungarn 1914–2014“); 18:00 Uhr, Andrássy-Saal

  • 24.06.2014: Vortrag Richard Lein „Die politischen und militärischen Vorbedingungen und Vorbereitungen des Kriegsausbruchs im Juni 1914“ (Vortragsreihe „Österreich-Ungarn 1914–2014“); 18:00 Uhr, Andrássy-Saal

  • 25.06.2014: Vortrag Oswald Überegger „Kriegsgräuel während des Ersten Weltkriegs an der Ost- und Südostfront“ (Vortragsreihe „Österreich-Ungarn 1914–2014“); 18:00 Uhr, Andrássy-Saal

 

K o n f e r e n z
DER TRAUM VON FRIEDEN -- UTOPIE ODER REALITÄT?


ZEITPUNKT 5. und 6. Juni 2014
ORT Andrássy Universität Budapest
VERANSTALTER
Prof. Dr. Ellen Bos, Dr. Henriett Kovács
Dr. Christina Griessel, Dr. Enikő Dácz
SPRACHE Deutsch, Englisch
 
Der 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges ist für die Andrássy Universität Budapest (AUB) der Anlass, eine Reihe von internationalen Veranstaltungen um Gedenken an dieses die Geschichte des 20. Jahrhunderts prägende Ereignis zu organisieren. Der Hauptförderer der Veranstaltungen ist das Deutsche Auswärtige Amt. Den Auftakt der Veranstaltungsreihe bilden die  internationale Konferenz „Der Traum von Frieden” sowie eine Podiumsdiskussion.
Die Konferenz setzt sich zum Ziel, die theoretische und praktische Entwicklung der Kriegs- und Friedensdiskurse sowie der internationalen Zusammenarbeit für friedliche Konfliktlösungen ab dem Vorabend des Ersten Weltkrieges bis in die Gegenwart mit einem besonderen Augenmerk auf den mitteleuropäischen Raum zu betrachten sowie der Frage nach den Gründen für deren Scheitern nachzugehen.
Im Anschluss daran findet eine Podiumsdiskussion zum Thema "Die Idee des Friedens und die Realität aktueller Konflikte" statt, in deren Rahmen der heutige Stand der Theoriedebatte sowie ältere und neuere Konfliktlösungsansätze mit Bezug auf aktuelle Konflikte diskutiert und bewertet werden sollen.

Kooperationspartner:
• IKGS München (Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V.
an der Ludwig-Maximilians-Universität München)
• Corvinus Universität Budapest
• Austrian Study Center for Peace and Conflict Resolution (ASPR), Stadtschlaining
• Instytut Polski, Budapest

Sponsoren:
Deutsches Auswärtiges Amt
Botschaft der Republik Kroatien
Botschaft der Republik Polen

 
 

K o n f e r e n z
KRIEGSERINNERUNG ZWISCHEN VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG UND ZUKUNFTSGESTALTUNG

ZEITPUNKT 10. September 2014
ORT Andrássy Universität Budapest
VERANSTALTER Prof. Dr. András Masát, Prof. Dr. Dieter Anton Binder, Dr. Richard Lein
 
Die Konferenz beschließt das Gedenkjahr 2014 mit einer Betrachtung der spezifischen Aspekte der Kriegsfolgen und der Kriegserinnerung. Dabei soll primär den Fragen nachgegangen werden, wie das Kriegserlebnis auf die betroffenen Gesellschaften und Menschen gewirkt hat, welche Lasten und Traumata zurückgeblieben waren und welche Lehren für die Zukunft gezogen wurden. Ansatzpunkt ist eine vergleichende Analyse unterschiedlicher Erinnerungskultur(en) in Europa und im Rest der Welt. Im Rahmen der Konferenz werden auch die gesellschaftlichen und politischen Folgewirkungen des Krieges beleuchtet. Nationale Stereotypen werden ebenso behandelt wie die Rolle der Kriegserinnerung bei der Herausbildung und Konsolidierung nationaler Identitäten.
 
Gefördert vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland.
 

K o n f e r e n z
DER ERSTE WELTKRIEG ALS KATALYSATOR POLITISCHEN UND JURISTISCHEN DENKENS
ZEITPUNKT 6. und 7. Oktober 2014
ORT Andrássy Universität Budapest
VERANSTALTER

Prof. Dr. Hendrik Hansen, Prof. Dr. Michael Anderheiden

Die Erfahrung des Ersten Weltkriegs hatte in Deutschland und für die Gesellschaften des Habsburger Reiches eine entscheidende Katalysatorfunktion: Durch seine bis dahin unbekannte Mobilisierung, seine überraschende Fortdauer und die damit allseits verbundenen Opfer beschleunigte der Krieg de facto und ungeplant politische Debatten, in deren Folge die Ständegesellschaften weitgehend zerbrachen und Ideen der sozialen Gleichheit von Arbeitern, Beamten und Angestellten sowie von Männern und Frauen sich zunehmend durchsetzten. Das kulminierte rechtlich im Kampf um Staatsformen und subjektive Rechte, politisch im Kampf um die Veränderung von Gesellschaftsstrukturen (mit den anschließenden Katastrophen des Leninismus / Stalinismus und des Nationalsozialismus) und wirtschaftlich im intensivierten Kampf um neue Eigentumsverhältnisse (mit der anschließenden Frage der staatlichen Steuerung der Ökonomie und der moralischen Verantwortung für wirtschaftliches Handeln).

Die Katalysatorfunktion der Erfahrung des Ersten Weltkriegs lässt sich bemerkenswerterweise sowohl für die freiheitlich-demokratische Gesellschaft als auch für ihre Gegner, den Kommunismus und den Nationalsozialismus nachweisen: Die großen Kontrahenten des zwanzigsten Jahrhunderts wurde alle von dieser Erfahrung geprägt, zogen aus ihr jedoch gegensätzliche Schlüsse, die den Keim für die folgenden Auseinandersetzungen, den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg, bildeten. Im Rahmen der Tagung sollen die unterschiedlichen Wirkungen der Erfahrung auf die zentralen Strömungen des politischen, staatsrechtlichen und (sozial-)ökonomischen Denkens in fünf Panels untersucht und länderübergreifend verglichen werden.
 
Gefördert vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland.
 

K o n f e r e n z
VON DESINTEGRATION ZU INTEGRATION? ÖSTERREICH UND UNGARN VON DER MONARCHIE ZUR EUROPÄISCHEN UNION 1914 – 2014

ZEITPUNKT 11.-13. November 2014
ORT Andrássy Universität Budapest
VERANSTALTER Fakultät für Mitteleuropäische Studien

Weitere Informationen zur Konferenz sowie das Programm finden Sie bitte hier.

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