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10-11. SeptemberAngewandte Kulturdiplomatie II. Berichte der Studierenden des Masterstudienganges Kulturdiplomatie Am 10. und 11. September 2015 fand an der Fakultät für Mitteleuropäische Studien zum ersten Mal die Lehrveranstaltung „Angewandte Kulturdiplomatie II.“ unter der Leitung von Prof. Marcell Mártonffy und Dr. Orsolya Lénárt statt. Im Rahmen der Lehrveranstaltung, die sich zum Ziel setzte, Beispiele für die Praxis der Kulturdiplomatie auf dem Gebiet der Literatur und der bildenden Künste aufzuzeigen, besuchten die Studierenden das Ludwig Museum bzw. nahmen an einem Workshop zur „Interkulturellen Kommunikation“ teil. Im Folgenden wird aus ihren Berichten zitiert: Besuch im Ludwig Museum und Gespräch mit der Direktorin Frau Dr. Julia Fabényi „Das Ludwig Museum in Budapest wurde im Jahre 1989 von Peter und Irene Ludwig gegründet. Dieses Museum ist das erste Museum Ungarns, das sich nur mit zeitgenössischer Kunst beschäftigt und sammelt. Wir hatten im dritten Stock die Ausstellung besucht, die sich mit der sozialistischen Zeit und der Wende beschäftigt“ (Richárd Vörös) „Eine Führung durch die zeitgenössische Ausstellung zum Thema „Ungarn und Mitteleuropa nach 1989“ gab aufschlussreiche Informationen in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst, deren zentrale Aufgabe darin besteht, gesellschafts- und sozialpolitische Fragen des 20. Jahrhunderts zu stellen.“ (Martina Lautischer) „Manche der Kunstwerke stellten sehr extravagant Szenen dar, aber wir haben gelernt, dass es ein Ziel der zeitgenössischen Kunst ist, durch Provokation Stellungnahme zu beziehen und gesell-schaftspolitische Fragen kritisch zu beleuchten.“ (Kinga Fodor) „Uns wurde bewusst, dass wir trotz fortgeschrittener Demokratisierung und Globalisierung stets in einer sich im Wandel befindenden Gesellschaft leben und dass jeder diesen Wandel aus einer anderen Perspektive sehen kann. Zu den ausgestellten Objekten zählten neben Gemälden, Photos, Collagen und Montagen, auch einige Skulpturen und abstrakte Gebilde, die aus den verschiedensten Materialien beschaffen waren.“ (Nicolas Mählmann) „Uniformen, Wochenendhäuser, das Schlachten eines Schweins als Film und eine utopische Landkarte unterschiedlichster Länder begegneten uns als Fragen und Antworten zugleich. Verzerrt, maßlos, skurril. Identität? Kunst und die Freiheit des (nicht nur ungarischen) Betrachters…“ (Ágnes Wörster) „Nach der Führung nahm sich die Direktorin des Ludwig Museums, Julia Fabényi, Zeit den Studierenden einen umfangreichen Einblick in die Ausstellungsplanung und Umsetzung zu geben.“ (Martina Lautischer) „Besondere Aufmerksamkeit wurde während der Präsentation auf die ab 9. Oktober kommende Ausstellung „Ludwig Goes Pop + The East Side Story“ geworfen.“ (Kateryna Pavlova) „Unsere Gruppe hat nicht nur Informationen aus erster Hand über die wichtigsten Künstler der Pop-Art bekommen, sondern auch ganz praktische Vorschläge darüber, worauf man bei der Planung einer Ausstellung aufpassen sollte.“ (Kinga Fodor) „Neben zahlreichen Informationen über ihre Werke [Andy Warhol, Roy Lichtenstein etc.] und die Anfänge der Sammlungen teilte uns die Direktorin auch einige Einblicke in ihren Alltag und persönliche Erfahrungen mit, die uns bei etwaigen Beschäftigungen rund um moderne Kunst sicherlich weiterhelfen werden.“ (Nicolas Mählmann)
Workshop „Interkulturelle Kommunikation“ mit Frau Dr. Ágota Nagy (CUP, Großwardein/Oradea) „Was ist überhaupt Kultur? Wo liegen die wichtigsten Unterschiede in den Kommunikationsweisen der verschiedenen Kulturen? Wie können Menschen trotz ihrer unterschiedlichen Kultur miteinander erfolgreich kommunizieren? - nur einige der Fragen, worauf wir Kulturdiplomatie-Studierende im Rahmen des interkulturellen Kommunikation-Workshops unter der Leitung von Frau Dr. Ágota Nagy die Antworten gesucht haben.“ (Kinga Fodor) „Interkulturelle Kommunikation hilft Teilnehmern aus verschiedenen Kulturkreisen einander besser zu verstehen bzw. das Verhalten des Gegenübers als einen Teil seiner Kultur zu erkennen und zu respektieren. Unter Kultur ist dabei eine Art Orientierungssystem oder auch eine mentale Programmierung auf bestimmte Verhaltensmuster und Denkweisen zu verstehen.“ (Nicolas Mählmann) „Neben unseren bisherigen Studienschwerpunkten in den historischen und politik- bzw. gesellschaftswissenschaftlichen Fächern eröffnete sich den Teilnehmern des Workshops ein weiterer zentraler Punkt: die Sozialisierung und Kommunikation von Akteuren.“ (Ágnes Wörster) „Die zukünftigen Kulturdiplomaten haben in einer interaktiven Form Theorie der interkulturellen Kommunikation durchgearbeitet. Da diese neue Fachrichtung als praxisbezogen erklärt wird, sind solche Veranstaltungen für ein zukünftiges professionelles Leben sehr nützlich.“ (Kateryna Pavlova) „Als erste interaktive Aufgabe erarbeiteten die Studierenden in zwei Gruppen kulturelle Wertvorstellungen der ungarischen und der deutschen Kultur. Mithilfe von Geert Hofstedes sechs Kulturdimensionen; Machtdistanz, Individualismus und Kollektivismus, Maskulinität vs. Femininität, Ungewissheitsvermeidung, Lang- oder kurzfristige Ausrichtung, Nachgiebigkeit und Beherrschung wurden die erarbeiteten Eigenschaften und Wertvorstellungen der zwei unterschiedlichen Kulturkreise analysiert bzw. zugeordnet.“ (Martina Lautischer) „[…] der Workshop hat gezeigt, wie sehr diplomatisches Geschehen und internationale Zusammenarbeit von den Begebenheiten, Gewohnheiten und angeeigneten Bildern/Selbstbildern in einer Kultur abhängen und wie gewinnbringend Bewusstmachung und Austausch darüber sind.“ (Ágnes Wörster) „Alles zusammen, diese zwei Tagen fand ich interessant und den Vortrag von Dr. Ágota Nagy hilfreich; ich hoffe, ich kann später diese Kenntnisse auch verwenden.“ (Richárd Vörös)
Orsolya Lénárt |
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