3-6. Oktober

37. Konferenz der German Studies Association in Denver (CO)

 

 

Wie bereits in den vergangenen Jahren war die Fakultät für Mitteleuropäische Studien (MES) an der Andrássy Universität Budapest (AUB) auch 2013 bei der Jahreskonferenz der German Studies Association (GSA), die von 3. bis 6. Oktober in Denver (Colorado) stattfand, mit mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vertreten.

Chronologisch den Anfang in der Reihe der Präsentationen der Mitglieder der Fakultät MES machte Dr. Ursula Mindler, die in ihrem Vortrag in dem von Joe Perry (Georgia State University) moderierten und von Lisa Silverman (University of Wisconsin-Milwaukee) kommentierten Panel „Jewish ‚Transferräume’ in Eastern Austria in the 19th and 20th Centuries“ über die „Wiederentdeckung“ des traditionellen burgenländischen Judentums durch das Wiener Judentum in der Zwischenkriegszeit referierte. Auch die übrigen Vorträge des Panels setzten sich mit der Thematik des Judentums in den ländlichen Gebieten auseinander, wobei Gerald Lamprecht (Universität Graz) über die jüdischen Gemeinden in der österreichischen Provinz referierte und Kevin Goldberg (Brown University) seine Forschungen zu den jüdischen Weinhändlern in Ostösterreich präsentierte.

Am zweiten Konferenztag standen die Präsentationen von MES-Dekan Dr. Georg Kastner und Vizedekan Univ. Prof. Dieter Binder auf dem Programm, die in dem Panel „Umstrittene Wende 2000–2006. Anmerkungen zur Regierung - Schüssel I und II“ zum Thema des Populismus in der österreichischen Innenpolitik beziehungsweise zur Entstehung der kleinen Koalition in Österreich im Jahr 2000 kritisch Stellung bezogen. Abgerundet wurde das von Winfried Garscha (Forschungsstelle Nachkriegsjustiz, Wien) kommentierte Panel durch einen Vortrag von Martin Eichtinger (Bundesministerium für Europäische und Internationale Angelegenheiten, Wien), der in seinem Vortrag über die Entschädigung von NS-ZwangsarbeiterInnen in der Regierungszeit der Kabinette Schüssel I und II referierte.

Am selben Tag stellte auch Dr. Richard Lein (MES) in dem Panel „Economic Policies in Occupied Europe“ einen Teilaspekt seines aktuellen Forschungsprojekts vor. Sein Vortrag, der den Titel „Economic Aspects of the German Occupation of Bohemia and Moravia“ trug, bildete einen Beitrag zu dem im Rahmen des von Vizedekan Binder moderierten und von Dr. Maximilian Graf (Österreichische Akademie der Wissenschaften) kommentierten Panels angestrebten Vergleich deutscher Wirtschaftspolitik im besetzten Europa. Dieser ergab sich anhand der Präsentationen von Dr. Karlo Ruzicic-Kessler (Österreichische Akademie der Wissenschaften) und Dr. Jacopo Calussi (Università di Trento) zum Thema der Besatzungswirtschaft in Jugoslawien 1941–1945 beziehungsweise zur Ausbeutung der italienischen Industrie durch die deutsche Besatzungsmacht 1943–1945, die in ihren Vorträgen klar das regional und zeitlich verschiedene Vorgehen der deutschen Besatzungsbehörden in den besetzten Gebieten darlegten.

Den Abschluss am dritten und letzten Konferenztag bildete die Präsentation von Friederike Gollmann vom Doktoratskolleg der Fakultät MES, die in ihrem Vortrag „Triest Bild und Individuelle Erfahrung“ zentrale Aspekte ihres aktuellen Dissertationsprojekts darlegte. Weitere Vorträge in dem Panel, das den Titel „Bilder in Vergessenheit – Das Offizielle, Individuelle, und Konstruierte Bild in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ trug und von Dr. Mindler (MES) moderiert sowie von Dekan  Kastner (MES) kommentiert wurde, waren Ministerialrat Dr. Christoph Ramoser (Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Wien) und Dr. Felix Wilcek (Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Wien). MinR Dr. Ramoser stellte dabei in seinem Vortrag politische und nationale Aspekte bei der Benennung von Schlachtschiffen der k.u.k. Kriegsmarine in den Vordergrund, während Dr. Wilcek die populären Baedeker–Reiseführer und ihre Instrumentalisierung im Nationalsozialismus problematisierte.

Abseits der Präsentationen ergab sich für die Mitglieder der Fakultät wiederum die Möglichkeit, wertvolle Kontakte zu international tätigen Kolleginnen und Kollegen ihres Fachgebiets zu knüpfen. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist seitens der Fakultät MES geplant, auch im kommenden Jahr wieder eine Delegation zu der von 18. bis 21. September 2014 in Kansas City (Missouri) stattfindenden Jahreskonferenz der German Studies Association zu entsenden.

Richard C. Lein

 

37th conference of the German Studies Association in Denver, 03.-06.10.2013

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